Manipulation der letzten Landtagswahlumfrage? Überbewertung der CDU und AfD in Sachsen-Anhalt!

Manipulation der letzten Landtagswahlumfrage?

Überbewertung der CDU und AfD in Sachsen-Anhalt!

Am Samstag, den 5. Dezember 2015 bezahlte die Boulevardzeitung BILD, die auflagenstärkste Tageszeitung Deutschlands, die noch junge thüringische Meinungs- und Umfrageforschung GmbH, INSA, deren 51jähriger Geschäftsführer, Hermann Binkert, der erst 34 Jahre lang treuer Parteisoldat der CDU war, 2014 austrat, und dann zum wohlwollenden Berater der AfD avancierte, für eine neue Meinungsumfrage.

Seine persönliche Nähe zur AfD ist ein schwerwiegendes Indiz für eine zu hohe Bewertung der AfD bei der letzten Landtagswahlumfrage, „wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wäre…“.

In einer Zeit, in der islamistische Terroristen in Paris 130 Menschen ermordeten, in einer Zeit, wo die CDU abermals hunderte deutsche Soldaten in ferne Kriegsgebiete schickt, was große Bevölkerungsteile, linke wie rechte, kategorisch ablehnen, in einer Zeit, wo Journalisten ihre einzige Chance nutzen können, wahre Gründe öffentlich darzulegen, weswegen seit Monaten, Woche für Woche mehr oder weniger prominente CDU-Politiker aus der Partei austreten, in einer Zeit, wo Europa sich unter einem nie da gewesenen Rechtsruck befindet, der Wahlsieg Marine Le Pens mit dem Front National in der ersten Runde der französischen Regionalwahlen steht dafür paradigmatisch, in einer Zeit, wo die unkontrollierte Massenzuwanderung und katastrophale CDU-Flüchtlingspolitik Tür und Tor für Bürgerkrieg und Terrorismus in Deutschland öffnet, in einer Zeit, wo die Parteivorsitzende Petry auf dem für normale Wähler in Sachsen-Anhalt unerschwinglich teuren und verpönten Bundeslügenpresseball mit der CDU tanzt und sich damit weit weg von derjenigen Mitgliederbasis entfernt, die sie im Juli 2015 noch bei der Trennung vom wirtschaftsliberalen Parteiflügel um Lucke unterstützte, in einer Zeit, wo nur 11 Wochen zuvor die NPD durch Infratest dimap noch bei 3 % (ca. 30.000 potentiellen Wähler in Sachsen-Anhalt) gesehen wurde und sich die Umfragewerte der CDU bundesweit im Sinkflug befinden, just in so einer Zeit sieht Binkert die CDU in der Wählergunst der gebeutelten Sachsen-Anhalter im Aufwärtstrend und die AfD gar in einem senkrechten Steigflug von 6 % am 01.07.2015 über 5 % am 14.09.2015 auf urplötzliche sagenumwobene 13,5 % am 05.12.2015.

Dieser Wert erscheint auch vor einem anderen Hintergrund, und zwar dem, dass die Hälfte der Wähler (ca. 500.000 Sachsen-Anhalter!) noch nicht wisse, für wen sie stimmen wolle… und allen vorgenannten Hintergründen als viel zu hoch angesetzt. Auch vor dem Hintergrund, dass die bisherigen 3 % NPD-Wähler sich plötzlich im Nichts aufgelöst haben müssten, sich die NPD urplötzlich gemeinsam mit zwölf weiteren Parteien, wie der Allianz für Fortschritt und Aufbruch, Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz Tierschutzallianz, Partei DIE RECHTE, Freie Bürger Mitteldeutschland, Freie Demokratische Partei, FREIE WÄHLER, Magdeburger Gartenpartei, Ökologisch-Demokratische Partei, Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative,  PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ Tierschutzpartei, Piratenpartei und STATT Partei DIE UNABHÄNGIGEN im winzigen 4-%-Restebecken demokratischer Parteien tummeln soll, ist bei seriöser demoskopischer Betrachtung höchst unwahrscheinlich, ja unglaubwürdig, bietet einen signifikanten Hinweis darauf, dass diese Meinungsumfrage höchst fragwürdig erscheint, wenig repräsentativ ist.

Dass plötzlich alle NPD-Protagonisten zur AfD oder zur Partei DIE RECHTE  gewechselt sind, wäre theoretisch möglich, aber in der Kürze der Zeit von 11 Wochen zwischen den beiden letzten Wahlanalysen praktisch und mit Blick auf die mit der NPD unvereinbaren politischen Inhalte der AfD nicht möglich, ja vollkommen unrealistisch. Auch deswegen erscheint diese INSA-Meinungsumfrage als höchst willkürlich, tendenziell, die CDU und AfD begünstigend, bei der Bevölkerung 3 Monate vor der Landtagswahl anpreisend, ja sowohl eine CDU-AfD-Koalition nach dem 13. März 2016 rechnerisch (48,4 %) möglich erscheinen lassend und damit denkbar, als auch ein angestrebtes SPD-Linke-Regierungsbündnis (38,5 %) unmöglich machend, um so mehr, als Binkert nach seinem CDU-Austritt eine neue politische Heimat und Zukunft sucht und sie bei den Sozialdemokraten, Linken und Grünen wohl eher nicht finden wird.

 

Roman Gleißner, M.A.

Philosoph, Soziologe und Politikwissenschaftler


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