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Mut zur Wahrheit

Mut zur Wahrheit

Am 9. Mai 2015 lud der Landesverband Sachsen-Anhalt unserer Partei zu einem Zeitzeugenvortrag in den Harzkreis ein.

Ward für einen würdigen Veranstaltungsraum und -rahmen, Speis und Trank ausreichend gesorgt, so hatten wir als Veranstalter und auch der Gastredner selbst wohl nicht damit gerechnet, dass mit 83 Teilnehmern doch mehr Menschen als zunächst erwartet zum Erlebnisbericht des ehemaligen Untersturmführers der 3. SS-Division Totenkopf, Kurt Barckhausen, kamen.

Lautstarkes Gerede und Getöse, Gläsergeklapper und Stühlegerücke verstummten augenblicklich, als sich der 92jährige von seinem Stuhl, man hatte ihm in Würdigung seines hohen Alters einen Sessel hingestellt, vor den Männern und Frauen, Rentnern und Geschichtsstudenten erhob und mit ruhiger fester Stimme um 14.45 Uhr zu reden begann. Und es blieb mucksmäuschenstill bis zum ersten, spontanen tosenden Beifall, als Barckhausen mit bebender, ja emphatischer Stimme, eindringlich und nachdrücklich vor der durch die Amerikaner heraufbeschworene und der derzeitige Regierung mitgetragene Gefahr eines dritten Weltkrieges warnte.
Er und sein Vater im ersten Weltkrieg haben eine ähnliche gesellschaftliche Entwicklung vor Kriegesausbruch im September 1939 schon einmal miterlebt.
Egal von wem, wann und aus welchem Grunde begonnen, jeder Krieg bleibe ein Verbrechen! Er redete den Anwesenden ins Gewissen, alles Erdenkliche und Notwendige dafür zu tun, jeden Krieg zu verhindern!

Erschüttert und zutiefst in seiner und der Ehre seiner Kriegskameraden gekränkt und verletzt, zeigte er sich darüber, dass man heute im deutschen Fernsehen unaufhörlich und unentwegt über blutrünstige allseits mordende Wehrmachts- und SS-Angehörige berichtet. Seine Kampfeinheit, in der er als Mitglied einer Panzerbesatzung die anzahlmäßig weit überlegenen russischen Panzer außer Gefecht zu setzen hatte, habe niemand auf Wehrlose oder Unbewaffnete geschossen. Als vor ihm und seinen Kameraden einmal ein schwer verwundeter russischer Major am Boden lag, bittend um den Gnadenschuss, haben sie ihn nicht erschossen, nicht erschießen können, dürfen und wollen, gleichwohl es für den russischen Kommandeur eine Erlösung gewesen wäre.
Auch, wenn seine Besatzung im Panzer IV aus einer 7,5 mm Kanone 1000 m feuern und gegnerische Ziele vernichten konnte und der Panzer IV später mit Gitterschürzen, die zum einen dem Schutz der Kettenglieder vor Beschuss und zum anderen zur äußeren Ableitung der gegnerischen Granatensprengkraft dienten, ausgestattet wurde, so wurde er doch getroffen, die Kuppel flog weg, zwei Kameraden waren sofort tot, er rannte mit einem Granatsplitter im Kopf übers Feld und fand Aufnahme als Richtschütze im nächsten einsatzfähigen Kampfpanzer und die Panzerschlacht ging weiter. Ziel war es russische Panzer außer Gefecht zu setzen und nicht wehrlos und ziellos übers Schlachtfeld irrende Soldaten oder Zivilisten zu töten. Es ist aber das Recht und die Pflicht jedes im Krieg eingesetzten Soldaten, sein Leben bei Angriff oder akuter Gefahr mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen und zu schützen, auch wenn das den Tod des Gegners bedeutet.

Als Schande für Deutschland empfand er es, dass erst ein jüdischer Diplomat, dem deutschen Volk sagen musste, dass es stolz auf sich sein dürfe. Befreit sei Deutschland worden. Nicht von wem, sondern von was, fragte Barckhausen immer wieder laut und erregt, von was ist das deutsche Volk befreit worden? Unser Volk hat heute seinen Stolz und seine Ehre verloren. Die Bundeskanzlerin sei Befehlsempfängerin der Amerikaner. Fast hatte er dabei ein bisschen Verständnis für sie. Eine politische Mitte gäbe es in Deutschland nicht, es gäbe nur noch Linke und die paar Rechten schafften leider die 5-%-Hürde nicht um Mitzuregieren. Ein Alptraum sei das alles. Die Gefallenen würden sich in den Gräbern umdrehen, wenn sie wüssten, was die Regierenden heute in Deutschland tun.

Barckhausen ging auf die Ursachen des zweiten Weltkrieges ein. Der Krieg wurde Deutschland aufgedrängt, der (Hitler) wollte zunächst gar keinen Krieg. Barckhausen geißelte Versailles als illegitim und demütigend, das Wort Friedensvertrag nahm er freilich nicht in den Mund, der dem Deutschen Reich die alleinige Kriegsschuld aufbürdete, zahlreiche Gebiete (13 % seiner Fläche mit rund 7 Millionen Einwohnern), insbesondere zugunsten Polens mussten abgetreten werden und Reparationsleistungen an die Siegermächte in einer Weise forderte, dass die Bevölkerung immer ärmer wurde, darunter mehr und mehr physisch und psychisch zu leiden begann. Erst als wiederholte Verhandlungsversuche um den Autobahnbau, durch das polnische Territorium als Verbindungsschaffung zu den Volksdeutschen (der so genannte polnische oder „Zerschneidungskorridor“ durch das Deutsche Reich trennte Ostpreußen vom deutschen Kernland ab) scheiterten und Polen wetterte das man ja in 2Wochen in Berlin wäre, ließ Hitler in Polen einmarschieren, so Barckhausen, und hatte ab da die Franzosen und die Briten zum erklärten Kriegsgegner.

Barckhausen äußerte Verständnis dafür, dass die Russen am 9. Mai ihren Sieg über Deutschland gebührend feiern. Sie seien zu Recht ein stolzes Volk, haben ein europäische Kultur und stehen deshalb fest hinter ihrem Präsidenten Putin. Den Deutschen wird der Schuldkomplex aufgezwungen. Er sei zu alt und lasse sich den Mund nicht mehr verbieten, aber die Jungen hier im Saal dürften niemals aufhören, unermüdlich nach der Wahrheit zu suchen, auch wenn sie mit beruflichen Schwierigkeiten und Entlassungen zu rechnen hätten.
Für die Vergangenheit müssten endlich Beweise vorgelegt werden, Beweise forderte er, sich wiederholend. Mut zur Wahrheit forderte er inbrünstig.
Wenn wir in eine Zukunft wollen, die menschengemäß und erdengemäß ist…, dann brauchen wir ein Fundament… und das kann nur Wahrheit sein, fordert auch Ursula Haverbeck. Für ihr Engagement lobt er diese Frau, ohne ihren Namen dabei zu nennen.

Sind die Kameraden der Rechten normalerweise schwer zur Ruhe zu bringen, so hörten sie dem mehrere Stunden währenden Vortrag aufmerksam, demütig und dankbar zu. Und so furchtbar und grausam der wie jeder andere Krieg auf der Welt war, ist und sein wird, so kommt es heute mehr denn je darauf an, den Frieden in Europa mit allen Mitteln zu sichern. Deshalb sei es notwendig, dass Deutschland aus der NATO austrete, dass endlich die Aussöhnung mit Russland erfolge und dass sich kein verantwortungsvoller Mensch länger von dem irreleiten lassen dürfe, was uns das Fernsehen ständig vorgaukle, so der ehemalige SS-Offizier. Deutschland hat vor 70 Jahren eine Niederlage erlitten, hat den Krieg verloren, hätte heute aber die Fähigkeit und Stärke eine notwendige europäische Verteidigungsarmee zu führen, dafür bedürfte es der klügsten und weitsichtigsten Köpfe, die das Land aufzubieten hat, schlug der ehemalige Kriegsfunker(Er war nicht immer Panzerkommandant), der sein Überleben im Krieg vielen glücklichen Umständen im Unglück, heldenhaften Mut, unerlöschlicher Vaterlandsliebe, kameradschaftlichen Gemeinschaftsgeist, gerade im Kampf und freilich seiner spitzensportlichen physischen Konstitution zu verdanken hat, vor.

Eine Gedenk- und Schweigeminute am Ende der Veranstaltung für alle Kriegsgefallenen hatte so gar nichts Bizarres an sich, sondern viel mehr erhoben sich die 83 Anwesenden voller Achtung, Respekt, Anstand und Ehrfurcht in der unerschütterlichen Überzeugung, dass es sich heute mehr denn je lohnt für die Freiheit des Landes ihrer Großväter, für die historische Wahrheit und für den Friedenserhalt zu kämpfen.

Der Landesvorsitzende der Partei „DIE RECHTE“ , Roman Gleißner, nutzte die Gelegenheit zu einem innigen persönlichen Gespräch mit Kurt Barckhausen, hatte doch sein Großvater Otto im Unternehmen Zitadelle beim Angriff auf den sowjetischen Frontbogen um die russische Stadt Kursk (Kursker Bogen) während des Zweiten Weltkrieges im Sommer 1943 ebenfalls in der Panzerschlacht mitgekämpft, ehe er nach der verlorenen Schlacht in russische Kriegsgefangenschaft geriet und sie bis zur Entlassung nach 8 Jahren überlebte. Ein Schicksal welches Kurt Barckhausen immerhin erspart blieb.

Wir der Landesverband Sachsen-Anhalt der Partei „Die Rechte“ bedanken uns bei Herrn Barckhausen noch einmal für das Erscheinen und seinen tollen Ausführungen.


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